Waldviertel Blog - Themen des Waldviertels


21. April 2009

Null Bonus Runde

Category: Politik – wvblogger – 10:01

Man entkommt ihr nicht, egal ob Zeitung, TV, Radio oder Internet, überall herrscht sie – „Die Wirtschaftskrise“. Und alle fragen sich „Warum?“.

Die Antwort ist recht banal: Misserfolge tun heutzutage dem Verantwortlichen (=Manager) nicht mehr weh, im Gegenteil, auch für negative Ergebnisse gibt’s fette Prämien – teilweise sogar mit staatlicher Unterstützung. Vielleicht sollte sich die „große“ Wirtschaft an den Kleinbetrieben ein Beispiel nehmen. Hier herrscht leistungsgerechte Entlohnung in Reinkultur, falsche Entscheidungen treffen den Firmeninhaber in voller Härte.

Wenn die Manager der Großkonzerne schon auf ihre Verantwortung pochen und damit ihre Gehälter rechtfertigen, dann muss diese Verantwortung auch in Krisenzeiten wahrgenommen werden. Eine strengere Managerhaftung würde einiges verändern.
Und wie wäre es mit einer Null-Bonus-Runde anstelle der Nulllohnrunde?

11. April 2009

Interview mit Jürgen Prazak

Category: Interview – wvblogger – 11:28

Jürgen Prazak
Jürgen Prazak

1. Bitte stellen Sie sich kurz vor, und beschreiben Sie Ihren Bezug zum Waldviertel.

Ich bin am 29.08.83 im Zwettl geboren und in einer kleinen Ortschaft nahe Gmünd aufgewachsen. Bis auf wenige Monate war mein Lebensmittelpunkt immer das nördliche Waldviertel. Gemeinsam mit meiner Freundin wohne ich in der Nähe von Gmünd und arbeite als Webdesigner und Programmierer. Ich bin zuerst Waldviertler und dann Österreicher.

2. Das Waldviertel hat in den letzten Jahren viel erreicht, worauf können die Waldviertler besonders stolz sein?

Auf vieles. Viele Projekte kommen von Unternehmern, Vereinen und privaten Personen. Einige Unternehmen sind mit ihren Produkten und Dienstleistungen sehr erfolgreich und vor allem innovativ unterwegs. Im Tourismus geht es stark bergauf. Das Waldviertel ist eine der stärksten Marken im österreichischen Tourismus. Und selbst von politischer Seite kommen seit langem die ersten Taten (vor allem Straßenbau).
Ich sehe keinen Grund, warum man nicht die Frage nach seiner Herkunft ganz stolz mit „aus dem Waldviertel“ beantworten sollte.

3. In manchen Bereichen hinkt das Waldviertel noch hinterher, wo sollte Ihrer Meinung nach mehr getan werden?

Es ist zwar die Standard-Antwort, aber trotzdem wahr: Bei der Infrastruktur. Hier beziehe ich mich jedoch weniger auf den Verkehr (wo sich einiges tut), sondern vielmehr auf Freizeitmöglichkeiten und vor allem auf die für viele Unternehmen enorm wichtige Internetanbindung. Hier hinkt beispielsweise Gmünd weit hinterher. Manch kleine Gemeinde ist bei weit weniger Datenaufkommen weit besser angebunden. Außerdem sollte verstärkt über eine HTL nachgedacht werden. Trotz vieler technischer Betriebe gibt es lediglich halbherzige IT-Zweige in den HAKs. Das ist zu wenig.

4. Wo sehen Sie die Zukunft des Waldviertels in den Bereichen Wirtschaft, Tourismus und Landwirtschaft?

Das Waldviertel wird diese Krise gut überstehen. Allerdings denke ich nicht, dass das Waldviertel generell eine Industrie-Region sein wird oder überhaupt sein kann. Viele kleinere und mittlere Unternehmen auf guten Beinen reichen vollkommen. Hauptsächlich deshalb, weil wir uns stärker als jemals zuvor zu einer Tourismusregion entwickeln und auch deshalb unsere Landschaft und Umwelt noch besser schützen müssen. Sie ist gemeinsam mit unserer Arbeitskraft unser größtes Kapital.

5. Nennen Sie 5 Begriffe, die für Sie das Waldviertel am besten charakterisieren.

bodenständig, gastfreundlich, fleißig, stur, wunderschön

Besten Dank für die Teilnahme an diesem E-Mail-Interview!

Auch Ihre Meinung zum Thema Waldviertel ist gefragt, nähere Informationen finden Sie auf der Interview-Seite.

31. März 2009

Gratis Bauplätze

Category: Politik – wvblogger – 12:47

Die geniale Idee der Marktgemeinde Rappottenstein Bauplätze gratis zu vergeben, hat weltweit für  Aufsehen gesorgt. Allein der Werbewert dieser Aktion übersteigt die Kosten für die Bauplätze bei weitem. Eine gute Übersicht der Medienberichte findet man auf Google News - vom Beitrag im Wirtschaftsmagazin €co bis hin zu Medien-Berichten in Kanada und Taiwan.

Eine halbherzige Aktion die Bauplätze nur billiger zu vergeben, hätte wahrscheinlich gar nichts bewirkt, Bauplätze gibt es im Waldviertel bereits ab 3,50 €.

Vielleicht hat diese Aktion auch ein Umdenken in der Flächenwidmung und der Preisgestaltung von Bauland zur Folge. Denn jetzt ist es so, dass eine Wiese mit einem Wert von 1,- €/m², nach der Umwidmung in Bauland im Schnitt 50,- €/m² kostet – das macht eine Rendite von 5000%. Das hat mit Wirtschaft nichts mehr zu tun, das ist pure Spekulation und weckt Begehrlichkeiten …

16. März 2009

Naturfoto Workshop

Category: Freizeit – wvblogger – 15:12

Franz Obendorfer
Franz Obendorfer

Der preisgekrönte Naturfotograf Franz Obendorfer veranstaltet im Mai eine Workshop-Reihe im Naturpark Blockheide zum Thema Naturfotografie. Er vermittelt dabei  Grundkenntnisse zu Begriffen wie Belichtungszeit, Blende und Lichtempfindlichkeit und gibt fachmännische Tipps zu Bildgestaltung und Bildaufbau.

Die Teilnehmerzahl ist auf max. 5 Personen begrenzt, damit ist der größtmögliche Nutzen für den einzelnen Teilnehmer gewährleistet. Die Kosten von 49,- €, um einen ganzen Tag mit einem Profi arbeiten zu dürfen, sind sehr moderat angesetzt. Für Hobbyfotografen, die ihre Fähigkeiten erweitern möchten, sicher eine einmalige Gelegenheit.

Mehr Details und Informationen über weitere interessante Foto-Workshops finden Sie im Blog von Franz Obendorfer.

12. März 2009

Eröffnung Gasthof Rossatz 8

Category: Neue Betriebe – wvblogger – 16:59

Der 270 Jahre alte Winzer- Gasthof in Rossatz 8 wurde von seinem neuen Besitzer, Herrn Ing. Artur Dumitrjuk, ein Unternehmer aus St. Pölten, mit einem großen Winzerfest dem lokalen Publikum präsentiert. Nach einer Umbauzeit von 15 Monaten erstrahlt Rossatz 8 als Gasthof mit „Wachauer Gastlichkeit“ in neuem Glanz mit allen technischen Raffinessen unserer Zeit. Besonders bekannt ist der in den Gewölben befindliche Jankerlkeller, der in seiner ursprünglichen Erscheinung  belassen wurde.

Gasthaus Rossatz 8

Im romantischen Innenhof mit Arkadengängen des Dreikantgebäudes mit Ausblick auf 6ha eigene Weingärten präsentierten 10 namhafte Winzer aus der Region ihre Weine, Edelbrände und Essige und empfingen die Gäste mit hausgemachten Spezialitäten.

Diese Winzer stellen von nun an ihre Produkte in der hauseigenen Vinothek, sowie im Weinkeller mit Degustationsraum aus. Diese „Regionalen Köstlichkeiten“ können hier verkostet und erworben werden.

Am Nachmittag des 8. März 2009 empfing die Trachtenkapelle Rossatz die Gäste. Zur Begrüßung sprachen unter anderen der Besitzer Ing. Dumitrjuk, sowie der Bürgermeister von Rossatz, Herr Erich Polz, und unser Pfarrer der Gemeinde Rossatz.

An diesem „Tag der Offenen Tür“ hatten die Gäste die Gelegenheit alle Räumlichkeiten, Zimmer, Appartements und die beiden luxuriös ausgestatteten Suiten mit Balkon, das gemütliche Kaminzimmer, den Wintergarten, den Weinkeller, die Vinothek, den voll ausgestatteten Seminarraum und später am Abend den traditionellen Jankerlkeller mit der Möglichkeit zum Tanzen zu bewundern. Die bekannten Jazzhouse Ramblers sorgten für gute Stimmung.

Ab April 2009 wird der Gasthof Rossatz 8 inmitten der Wachau seinen Gästen aus dem In- und Ausland zur Verfügung stehen.

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