Waldviertel Blog - Themen des Waldviertels


20. November 2007

Pacemaker 07

Category: Politik,Wirtschaft – wvblogger – 17:03

Unter der Bezeichnung “Pacemaker 07″ (Schrittmacher) veranstaltet die 7. Jägerbrigade des Österreichischen Bundesheeres zwischen 19. November und 07. Dezember 2007 eine Verbandsübung in Niederösterreich, Kärnten und der Steiermark.

Bundesheer Pacemaker
Foto: Bundesheer

Übungsablauf 
Die Übung erfolgt um die Zusammenarbeit bei Einsätzen im Rahmen der NATO Partnership for Peace (PfP) sicherzustellen, daher nehmen auch Soldaten aus Deutschland, Belgien, Slowenien, Frankreich und Serbien teil. Die Übungsinhalte sind der friedensunterstützende Einsatz und die Trennung von Konfliktparteien mit einem Anmarsch von 300 km durch einen instabilen Nachbarstaat.

Bundesheer Karte Pacemaker
Foto: Bundesheer

Ab 19. November formieren sich die Kräfte in Kärnten und der Steiermark und ab dem 26. November wird es auch für uns im Waldviertel interessant, denn dann beginnt der Aufmarsch nach Allentsteig. Beteiligt an der größten Bundesheerübung im heurigen Jahr sind 4200 Soldaten, 500 Räderfahrzeuge, 30 Radpanzer, 12 Panzer und 20 Luftfahrzeuge. (weiterlesen …)

18. November 2007

Perspektiven für das Waldviertel

Category: Politik – wvblogger – 18:26

Dieser Beitrag ist Teil einer Serie:

  1. Landflucht
  2. Abwanderung
  3. Einwohnerentwicklung
  4. Perspektiven

In dieser Woche haben alle Waldviertler Haushalte Post von der Niederösterreichischen Landesregierung bekommen. Der Folder titelt mit „Unsere Arbeit  für das Waldviertel“ und listet Strategien für die Zukunft der Region auf.

Perspektiven für das Waldviertel

Unter dem Motto „Genügend Abstand von den Großstädten, jedoch nah genug um sie zu nutzen“ werden auch folgende Punkte angeführt:

Gezielte Standort-Vermarktung
Hier sind Unternehmen und Arbeitsplätze willkommen! Mit der gemeinsamen Vermarktung ihrer Gewerbeflächen gehen 19 Waldviertler Gemeinden entlang der Hauptverkehrsachsen einen neuen Weg. Eine Idee, die schon bestens wirkt!

Neue Anreize gegen Abwanderung
Abwanderung? Das muss nicht sein. Es braucht die richtigen Anreize, damit nicht mehr Menschen aus den ländlichen Gemeinden abwandern. Deshalb setzt die Landesregierung Wohnbaumittel gezielt gegen Abwanderung ein.

Die Probleme sind also bekannt und mit der Initiative Standort:Aktiv wurde auch schon der erste Schritt in die richtige Richtung gesetzt.
Besucht man die Homepage der Initiative liest man aber folgenden Satz:

Nach intensiver Bearbeitung stellt sich heraus, dass neben den Hauptachsen zwischen Wien und Budweis, in der Region Waldviertel entsprechend dem Landesentwicklungskonzept weitere Achsen und Achsenstandorte bestehen.
(weiterlesen …)

5. November 2007

Gesamtschule im Waldviertel?

Category: Politik – wvblogger – 18:57

Die aktuelle Diskussion über die Gesamtschule stößt im Waldviertel, und anderen ländlichen Gebieten, größtenteils auf Unverständnis. In größeren Städten gibt es zwar das Problem, dass die Hauptschulen immer mehr zu „Restschulen“ verkommen, aber sicher nicht am Land. Hier sind die Hauptschulen den Gymnasien meistens ebenbürtig. Viele Hauptschüler besuchen weiterbildende höhere Schulen wie HTL’s und Handelsakademien und haben dabei keinerlei Defizite gegenüber Gymnasiasten.
Also was soll sich ändern, wenn die Hauptschulen in Zukunft Gesamtschulen heißen?
Schulreform
Schule muss wieder Spaß machen
Das Hauptproblem in der Bildungspolitik liegt in erster Linie in der Motivation der Schüler – die Schule macht einfach keinen Spaß mehr. Wie denn auch, wenn 6-jährige Kinder einem Leistungsdruck ausgesetzt werden, dem manche Erwachsene nicht gewachsen wären. Man droht ihnen mit schlechten Noten und dem „Sitzenbleiben“, wenn sie nicht die geforderten Leistungen bringen. (weiterlesen …)

30. Oktober 2007

Einwohnerentwicklung

Category: Politik – wvblogger – 18:16

Dieser Beitrag ist Teil einer Serie:

  1. Landflucht
  2. Abwanderung
  3. Einwohnerentwicklung
  4. Perspektiven

Um das Problem der Abwanderung im Waldviertel genauer darstellen zu können, habe ich zwei Diagramme erstellt.

Das erste Diagramm zeigt die Bevölkerungsentwicklung der Bezirke Gmünd, Horn, Waidhofen an der Thaya und Zwettl im Vergleich zum Land Niederösterreich.
Der Bezirk Krems an der Donau wurde in dieser Darstellung nicht berücksichtigt, da es speziell in der Stadt Krems das Problem der Abwanderung nicht gibt, im Gegenteil, Krems ist Ziel vieler, die aus dem nördlichen Teil des Waldviertels abwandern. Sehr wohl betroffen sind aber die Landgemeinden des Kremser Bezirkes. Der Bezirk Melk fehlt ebenfalls in diesem Diagramm, da ja mehr als die Hälfte des Bezirks südlich der Donau liegt.

Einwohner der Bezirke im Waldviertel

Das zweite, noch aussagekräftigere, Diagramm zeigt die Einwohnerentwicklung der Stadtgemeinde Horn im Verhältnis zur Landgemeinde Japons, welche ebenfalls im Bezirk Horn liegt. Im Vergleichszeitraum hat sich die Einwohnerzahl von Horn mehr als verdoppelt, im Unterschied dazu hat sich die Bevölkerungszahl in Japons halbiert. Leider kann der Zuwachs in den Städten den Verlust am Land bei weitem nicht kompensieren, die Gesamtbevölkerung des gesamten Bezirkes sinkt kontinuierlich seit Jahrzehnten.

Einwohnervergleich Stadt-Land im Waldviertel

Das Problem der Abwanderung, mit all seinen negativen Folgen, ist also seit über 50 Jahren bekannt, man sollte meinen diese Zeit reicht um erfolgreiche Konzepte dagegen zu entwickeln. (weiterlesen …)

14. Oktober 2007

Reaktionen zur Kaufkraftanalyse

Category: Politik,Wirtschaft – wvblogger – 10:15

Dieser Beitrag ist Teil einer Serie:

  1. Armes Zwettl
  2. Reaktionen zur Kaufkraftanalyse

Der Bericht in der NÖN über die aktuelle Kaufkraftanalyse hat im Bezirk Zwettl, dem kaufkraftschwächsten Bezirk laut dieser Studie, zu einer regen Diskussion geführt. Viele Politiker haben sich zu Wort gemeldet, oder besser gesagt wurden dazu aufgefordert, denn zu diesem Thema äußern sich die Gemeindepolitiker nur ungern, da ihnen eine gewisse Mitschuld an dieser Situation zugeteilt wird. Leider sind die ihnen abgerungenen Aussagen wieder sehr allgemein ohne konkrete Lösungsvorschläge, schuld daran sind demnach die Abwanderung und der Arbeitsplatzmangel, wogegen man sehr wenig machen kann.
Nur die Abwanderung ist hausgemacht - ja sogar gewollt, und der Arbeitsplatzmangel ist, alleine gesehen, nicht richtig – derzeit herrscht Vollbeschäftigung im Bezirk Zwettl. Das liegt aber wiederum daran, dass viele Menschen abwandern müssen, und für immer weniger Menschen braucht man auch immer weniger Arbeitsplätze.

Die einzige konkrete und richtige Antwort darauf kommt, ob gewollt oder zufällig weiß ich nicht, vom Landeshauptmann Erwin Pröll, mit dem Plan auf dem Truppenübungsplatz Allentsteig um 120 Mio. Euro ein internationales  Sicherheitszentrum zu errichten. Dadurch sollen bis zu 300 Arbeitsplätze entstehen. (weiterlesen …)

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