Waldviertel Blog - Themen des Waldviertels


29. Februar 2008

Antwort der SPÖ

Category: Politik – wvblogger – 08:05

Dieses Posting ist Teil des Artikels:

NÖ Landtagswahl 2008 im Waldviertel

Die Antwort der SPÖ auf die Frage nach ihren Ideen und Konzepten für die Weiterentwicklung des Waldviertels:
 

SPÖ

Masterplan für den ländlichen Raum hat Priorität
Der Zusperrpolitik von Schwarz-Blau muss gegengesteuert werden

„Das Thema ‚ländlicher Raum’ muss ganz oben auf unserer Prioritätenliste stehen. Durch die schwarz-blaue Zusperrpolitik hat es eine infrastrukturelle Ausdünnung gegeben, der wir jetzt durch gezielte Maßnahmen gegensteuern müssen“, erklärt LHStv. Heidemaria Onodi bei der Präsentation der von der SPÖ NÖ in Auftrag gegebenen Studie „Zur Entwicklung des ländlichen Raums in Niederösterreich“.

„Auch bei unserer Haushaltsbefragung haben wir bestätigt bekommen, dass der ländliche Raum unter Druck geraten ist: 83,2% der Befragten haben ein Sofortprogramm für den Ländlichen Raum als wichtig eingestuft“, erinnert die Vorsitzende der SPÖ NÖ.

In Niederösterreich werden laut Studie 261 Gemeinden dem ländlichen Raum zugeordnet. In diesen Gemeinden leben rund 27 % der NÖ Bevölkerung, auf diese Gemeinden entfallen rund 18 % aller Arbeitsplätze. „Die Entwicklung in den ländlichen Regionen – positiv und negativ – ist insgesamt dynamischer als in den Städten“, erklärt SPÖ NÖ Landesgeschäftsführer Dr. Josef Leitner, „wobei etwa die günstigeren Lebenshaltungskosten und positive Impulse durch die Grenzöffnung der Bevölkerungsabwanderung, oft unzureichender Infrastruktur und dadurch hohen Mobilitätsanforderungen gegenüberstehen.“
Nicht zuletzt aufgrund der guten Zusammenarbeit in der Landesregierung stehe das Land gut da, „aber einige Gebiete haben sich besser entwickelt, andere brauchen nun spezielle Maßnahmen“, so Leitner. Einen „Negativsaldo“ weisen vor allem das Waldviertel, gefolgt vom Weinviertel auf. Aber auch Teile des Mostviertels und des Südlichen Niederösterreichs seien betroffen.

„Wir müssen nun einen Masterplan erstellen und einen Bilanzstrich ziehen“, so Heidemaria Onodi, „um dann in Absprache mit den regionalen und lokalen PolitikerInnen Maßnahmen zur Förderung der betroffenen Gebiete zu treffen.“

Zum Sonderprogramm für den ländlichen Raum gehören:

  • Aktive Standortpolitik für Gemeinden: Gemeinsames Standortservice, das von der Betriebsflächenbörse bis zur Kontaktknüpfung mit Förderstellen reicht – diesen politischen Ansatz gibt es bereits im Waldviertel.
  • Ausbau der Infrastruktur
  • Attraktive Unternehmensförderung
  • Dezentralisierung der NÖ Wirtschaftsagentur ecoPlus: Initiieren statt reagieren
  • Bessere Vernetzung der regionalpolitisch arbeitenden Institutionen (von der Wirtschaftskammer über Regionalmanagement)
  • Klimaschutz als Chance für den ländlichen Raum
  • Jugend binden – Potential aktivieren: Ausbildung und Arbeitsplätze müssen in der Region sichern. Die Errichtung von Lehrwerkstätten in den Regionen sind ein erster Schritt in die richtige Richtung
  • Regionale Gesundheitszentren, um flächendeckende Versorgung zu gewährleisten
  • PendlerInnen entlasten
  • Mehr Coachingprogramme für BürgermeisterInnen

1 Kommentar »

  1. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Vorsorge für alte Menschen, die Ermöglichung von betreutem Wohnen in der eigenen Gemeinde, damit alte MitbürgerInnen ihren Lebensabend in ihrer Heimatgemeinde mit vertrauten Menschen und an vertrauten Orten verbringen können.

    Kommentar by Antonia Muster — 3. März 2008 @ 17:32

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