Dieser Beitrag ist Teil einer Serie:
- Landflucht
- Abwanderung
- Einwohnerentwicklung
- Perspektiven
Um das Problem der Abwanderung im Waldviertel genauer darstellen zu können, habe ich zwei Diagramme erstellt.
Das erste Diagramm zeigt die Bevölkerungsentwicklung der Bezirke Gmünd, Horn, Waidhofen an der Thaya und Zwettl im Vergleich zum Land Niederösterreich.
Der Bezirk Krems an der Donau wurde in dieser Darstellung nicht berücksichtigt, da es speziell in der Stadt Krems das Problem der Abwanderung nicht gibt, im Gegenteil, Krems ist Ziel vieler, die aus dem nördlichen Teil des Waldviertels abwandern. Sehr wohl betroffen sind aber die Landgemeinden des Kremser Bezirkes. Der Bezirk Melk fehlt ebenfalls in diesem Diagramm, da ja mehr als die Hälfte des Bezirks südlich der Donau liegt.

Das zweite, noch aussagekräftigere, Diagramm zeigt die Einwohnerentwicklung der Stadtgemeinde Horn im Verhältnis zur Landgemeinde Japons, welche ebenfalls im Bezirk Horn liegt. Im Vergleichszeitraum hat sich die Einwohnerzahl von Horn mehr als verdoppelt, im Unterschied dazu hat sich die Bevölkerungszahl in Japons halbiert. Leider kann der Zuwachs in den Städten den Verlust am Land bei weitem nicht kompensieren, die Gesamtbevölkerung des gesamten Bezirkes sinkt kontinuierlich seit Jahrzehnten.

Das Problem der Abwanderung, mit all seinen negativen Folgen, ist also seit über 50 Jahren bekannt, man sollte meinen diese Zeit reicht um erfolgreiche Konzepte dagegen zu entwickeln. (weiterlesen …)
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Vor genau 100 Tagen ist dieses Weblog gestartet, und heute mit einem Pagerank 4 von Google belohnt worden.

Einfach erklärt ist der Pagerank ein Indikator für die Relevanz einer Seite. Auch beim Suchbegriff “Waldviertel” ist das Waldviertel Weblog mittlerweile unter den TOP 30 von über 1,2 Millionen Ergebnissen. Ziel ist es bis Jahresende unter die TOP 10 zu kommen, und ich hoffe der PR 4 ist jetzt für manche ein zusätzlicher Anreiz einen Kommentar zu hinterlassen.
Der Pagerank-Smilie kommt von Green Smilies
Vor Jahren ist mir auf einer plakatgroßen Luftaufnahme von Österreich aufgefallen, dass die Grenze zwischen dem Waldviertel und Tschechien auch ohne eingezeichneter Grenzlinie, nur durch die unterschiedliche Kulturlandschaft erkennbar ist. Mit Google Earth lässt sich das jetzt noch viel eindrucksvoller darstellen, der von mir gewählte Bildausschnitt zeigt die Staatsgrenze bei Dobersberg und Slavonice.

Auf österreichischer Seite sieht man die Felder einer kleinstrukturierten Landwirtschaft, auf tschechischer Seite die großflächig angelegte Kolchosenwirtschaft der kommunistischen Vergangenheit. In der freien Marktwirtschaft hat Tschechien, mit diesem Erbe aus Zeiten vor der samtenen Revolution, einen entscheidenden Produktionsvorteil. In Österreich wird zwar durch Strukturreformen und Flurbereinigungs-Programmen versucht diesen Nachteil auszumerzen. Aber speziell im Waldviertel hat, aufgrund der geologischen Gegebenheiten, die konventionelle Landwirtschaft keine Zukunft, zumal die Landwirtschaft in den ehemaligen Ostblockstaaten bei weitem noch nicht auf vollen Touren läuft. (weiterlesen …)